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Presseberichte

Mit dem Fanclub Issigau zum Bayernspiel

Im Bild erster Vorsitzender Siegfried Deffner und rechts Joachim Ebert, zweiter Vorsitzender vom Fanclub Issigau.



Auszubildende des BBW-Hof, viele davon aktive Spieler in der BBW-Hof Fußballmannschaft, wurden vom FC-Bayern-Fanclub Issigau zu einem Besuch der Allianz-Arena in München eingeladen. „An diese Karten kommen wir nicht ran und leisten können wir uns das auch nicht – Das ist einfach super vom Fanclub!“ – bei den Jugendlichen herrscht große Begeisterung über die Einladung. Jugendliche und Betreuer des BBW-Hof bedanken sich beim Fanclub sehr für dessen soziales Engagement.

Innovationspreis für den Lebenswert-Tag

Der Innovationspreis der Evangelischen Schulstiftung in Bayern wurde im März durch Oberkirchenrat Ark Nitsche in Nürnberg an Schulleiter Agnar Weber (links) ausgehändigt. Er bedankte sich im Namen des Teams und bei allen Projektpartnern.

Private Berufsschule zur individuellen Förderung Hof

Mit dem „Pädagogischen Innovationspreis der Evangelischen Schulstiftung in Bayern“ wurde ein Projekt der Privaten Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung im Berufsbildungswerk der Diakonie Hochfranken ausgezeichnet. Unter 12 teilnehmenden evangelischen Schulen aller Schularten aus Bayern belegte die Private Berufsschule in dem Wettbewerb den 3. Platz. Er ist mit 400 Euro dotiert.
Beim Projekttag Lebenswert - Liebenswert konnten sich die Jugendlichen in Workshops mit religiösen oder ethischen Fragestellungen auseinandersetzen. Nach einer Einführung durch Pfarrer Johannes Neugebauer besuchten die Jugendlichen in kleinen Gruppen rund 20 verschiedene Angebote.
So hatten sie unter anderem die Möglichkeit, in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung deren Arbeitswelt kennen zu lernen. Das Blaue Kreuz bot einen eindrücklichen Erfahrungsbericht zum Thema Sucht. Mit den Fragen „Was macht mein Leben lebenswert-liebenswert?“, dem Thema „Lebenslicht und Lebenssymbole“, sowie dem Impuls: „Gott hat die Zeit erfunden und der Mensch die Hast“, konnten sich die Jugendlichen kreativ auseinandersetzen. Mitarbeiterinnen der Schwangerschaftsberatung der Diakonie Hochfranken kamen mit ihnen über Partnerschaft, Familie und Treue ins Gespräch.
Der Projekttag, der bereits zum zweiten Mal stattfand, stärke das Wahrnehmen von Werten in Schulkultur und Schulentwicklung, gestalte den Wertediskurs mit Schülerinnen und Schülern und nehme religiöser Traditionen als Quelle für Werte wahr, so das Urteil der Jury.
Der ausgezeichnete Aktionstag sei nachhaltig in das pädagogische Gesamtkonzept der Schule
eingebettet. Die gute Kooperation mit vielen Projektpartnern ermögliche die praktische Veranschaulichung von Werten durch das Erleben von christlichen Einstellungen in unterschiedlichen Bezügen.

Neue Chancen in einer Boombranche

(C) by Frankenpost

Hof - Aufbruchsstimmung herrscht im Berufsbildungswerk der Diakonie Hochfranken: Die Einrichtung, in der Jugendliche mit Beeinträchtigungen eine Berufsausbildung erhalten, öffnet sich weiter nach außen. Von Herbst an erweitert das BBW seine Fächer um "Altenpflegehelfer" und "Fachpraktiker für personale Dienstleistungen". In einer neuen Leitungsstelle fasst es den rehabegleitenden Dienst und die Entwicklung neuer Angebote zusammen.

Mit der neuen zweijährigen Ausbildung zum Altenpflegehelfer setzt die Diakonie Hochfranken eigenen Angaben zufolge auf das Bündeln eigener Kräfte: Hier wird das BBW mit der Berufsfachschule für Altenpflegehilfe und den stationären sowie ambulanten Pflegeeinrichtungen kooperieren. Das neue Angebot für Jugendliche mit Lernbehinderungen und anderen Beeinträchtigungen habe das BBW in enger Abstimmung mit der Agentur für Arbeit entwickelt. Es werde auch zahlreichen anderen Agenturen überregional für ihre Fälle zur Belegung angeboten.

Neu ist auch ab Herbst die Ausbildung zum Fachpraktiker für personale Dienstleistungen, ein Berufsbild, das vor allem für Krankenhäuser interessant sei. Die Fachpraktiker werden am Arbeitsplatz im Klinikum ausgebildet und lernen drei Jahre. Ihr Job besteht zu 50 Prozent aus Arbeit unmittelbar am Patienten und zu 50 Prozent aus hauswirtschaftlichen Tätigkeiten.

Reaktion auf den Mangel

Mit beiden neuen Ausbildungsangeboten reagiere das BBW auf den zunehmenden Fachkräftemangel in der Pflege. Es arbeitet in der Region mit 70 Kooperationspartnern aus der Wirtschaft zusammen, in deren Betrieben die Jugendlichen die Praxis erlernen. Die Zusammenarbeit mit den Unternehmen sowie den Kostenträgern, sprich den Agenturen für Arbeit, wird einer der Schwerpunkte von Vanessa Neumann sein. Seit April ergänzt sie das Leitungsteam um Agnar Weber und Michael Adler. Ihre Aufgabe besteht darin, das BBW weiter zu öffnen und neue Standbeine zu entwickeln, zum Beispiel in der Erwachsenenbildung.

Neumann sieht das Berufsbildungswerk am Südring in der Zukunft als einen gut ausgestatteten Campus, auf dem verschiedene Zielgruppen Unterstützung erfahren, um ihren Bildungs- oder Ausbildungshunger trotz mancher Handicaps zu stillen. Neumann war zuletzt Leiterin der Begegnungsstätte im SpDi und Fachgebietsleitung für die Offenen Hilfen und Gefährdetenhilfe.

Ihre berufliche Erfahrung und Qualifikation passen gut auf die Entwicklung der Zielgruppen des Berufsbildungswerkes: Während das BBW anfangs ausschließlich der beruflichen Rehabilitation von jungen Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf diente, ist es heute zunehmend für Jugendliche mit emotional-sozialen und psychischen Beeinträchtigungen da - bis hin zu leichteren Formen des Autismus. Und als Jugendhilfeträger bietet das BBW inzwischen bereits 24 Plätze im heilpädagogischen Wohnen an.

Neben den neuen und zusätzlichen Maßnahmen soll die Ausbildung in Verbindung mit dem Wohnen im Internat aber der Schwerpunkt bleiben. Das neue, nun dreiköpfige Leitungsteam hat sich auf den Weg gemacht, damit die Einrichtung den jungen Menschen künftig noch bessere Chancen und Perspektiven eröffnen kann. "Die momentane Lage am Arbeitsmarkt kommt den Jugendlichen auf jeden Fall zugute", sind sich Adler, Neumann und Weber einig.

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